Wir stellen dir den Pössl Summit 640 im Detail vor und beantworten die Frage, ob der Pössl Summit 640 tatsächlich DAS Premium Raumwunder ist!
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Wieso ein Pössl Summit 640?
Warum sind wir von einer Wohnkabine auf einen Kastenwagen gewechselt? Haben wir uns damals falsch entschieden? Warum nicht nur eine andere Wohnkabine?
Das sind alles sehr gute Fragen, die du dir vielleicht bei deiner Entscheidung für einen Kastenwagen oder ein anderes Reisemobil Konzept stellst. Deshalb haben wir den Vergleich Wohnkabine zu Kastenwagen in einem weiteren Artikel aufgearbeitet.
Wir hatten uns bereits im Jahr 2018 sehr ausführlich mit den unterschiedlichen Konzepten der Reisemobile beschäftigt. Somit kannten wir den Markt noch relativ gut.
Durch unsere Erfahrungen, die wir während unserer Vollzeitreise gesammelt haben, konnten wir um einiges fokussierter auf das Thema Reisegefährt eingehen und unsere Ausgangssituation neu bewerten:
- Aktuell 2 Personen ohne Kind und/oder Hund aber genug Platz für ein Kind und/oder Hund
- bedingte Offroadtauglichkeit
- Regen-, Wind- und Sturmfest
- Wohlfühlen im Innenraum – auch bei mehreren Tagen Dauerregen
- Maximal 3,5t Gesamtgewicht inkl. unserer Ausrüstung
- Genug Platz zum Arbeiten für Zwei
- Bad und Dusche
- Einhaltung unseres persönlichen Preislimits
Basti’s Traum/Ziel ist und bleibt weiterhin ein Selbstbau Allrad LKW oder Sprinter. Da wir aber im Moment reisen wollen und nicht jegliche freie Zeit in das Projekt LKW/Sprinter stecken möchten, verschieben wir dies erst einmal 🙂
Was war uns damals wichtig und warum hatten wir uns 2018 für eine Wohnkabine entschieden? Das erfährst Du hier.
Der perfekte Van - Was war uns beim Van wichtig? Worauf sollte man achten?
Das Thema ist sehr umfangreich und ebenfalls einen eigenen Artikel wert 🙂
Der Artikel ist bereits in Arbeit und wird bald erscheinen!
Wie findest du das richtige Wohnmobil?
Wir beschreiben dir hier den Weg, den wir zur Entscheidung genommen haben. Vielleicht hilft dir diese Vorgehensweise auch weiter, um dein Traummobil zu finden. Wir haben uns sehr intensiv über den Markt der Vans und Kastenwagen informiert. Unsere ersten Gedanken waren:
- „Wie sollen wir da jemals einen Überblick erhalten?“
- „Wieviel kostet ein Kastenwagen mit einigermaßen vernünftiger Ausstattung?
- „Wir können auf gar keinen Fall alle detailliert anschauen“.
Und ja, es ist nicht einfach einen Überblick sowie eine Vergleichbarkeit zu erhalten. Nachdem wir wirklich Tage damit verbracht hatten, uns einen Gesamtüberblick zu verschaffen, haben wir uns eine Aufstellung erstellt, was die Marken beziehungsweise die Modelle auszeichnet und wie man diese grob Kategorisieren kann. Denn wenn bei z.B. 4 Herstellern das Badkonzept ähnlich ist und wir beim ersten merken, dass es für uns nicht passt, müssen wir die anderen drei nicht anschauen – diese würden automatisch aus unserer Auswahl raus fallen.
Anhand dieser Punkte konnten wir sehr gut Clustern und hatten es so relativ überschaubar:
- Unser gesetztes Preislimit
- Badkonzept (Raum-, Schwenk- oder Kompaktbad)
- 5,99m oder 6,36m Länge
- Quer- oder Längsbetten
Jetzt hieß es: Los legen! Wir haben Besichtigungstermine bei Händlern vereinbart, um uns alles in Ruhe anschauen zu können.
Da uns nach den ersten Händlern bereits klar wurde, dass wir längs schlafen wollen, wurde die Auswahl schon kleiner. Nachdem wir uns entschieden haben, dass uns das Kompaktbad (wir mögen einfach keine Duschvorhänge) sowie das Raumbad nicht zusagt, wurde die Auswahl schon relativ klein.
Schlussendlich wurden wir bei dem Pössl Center in der Umgebung fündig, dort stand ein Summit 640, der für uns aus allen Punkten am Besten gefallen hat bzw. wir die für uns geringsten Kompromisse machen mussten.
Folgende Modelle waren in der engeren Auswahl:
- Adria Twin 600 und 640
- Hobby Santana K60 und K65
- Karmann Davis und Dexter
- Pössl Roadcruiser, Roadstar und Summit
- Sunliving V60 und V65
- Vantourer 600L und 630L
Dürfen wir vorstellen? Der Pössl Summit 640
Pössl bewirbt den Summit mit einem einzigartigen Raumkonzept und dem Schwenkbad. Und ja, wir können das bestätigen. Das Schwenkbad ist wirklich toll, es nimmt wenig Platz in Anspruch und ist trotzdem geräumig. Das Raumkonzept ist luftig und offen. Durch die hellen Materialien fühlt sich der Raum sehr groß an, man fühlt sich einfach wohl 🙂
Technische Daten
Fiat Ducato 2.3 Multijet
Leistung: 118 KW / 160 PS
Handschaltung
Maxi Chassis
Zul. Gesamtgewicht: 3,5 t
Länge: 6,36m
Breite: 2,05m
Höhe: 2,61m
Heizung: Truma Combi 4 (Gas)
Boilerinhalt: 10 l
Gasfach: 2x 11kg
Frischwassertank: 100 l
Abwassertank: 100 l
Kühlschrank: 80 l Kompressorkühlschrank
Außenfarbe: Campovolo Grau
Wohnwelt: Mindoro
Holz: Eiche Kupfer Bora
Falls Du noch mehr technische Daten benötigst, kannst Du diese gerne auf der Pössl Homepage nachlesen.
Ausstattung
Der Pössl Summit 640 hat bereits eine (für uns) sehr umfangreiche Serienausstattung. Wir ersparen Dir die Auflistung aller Einzelheiten. Falls Du mehr über die Serienausstattung wissen möchtest, kannst Du diese gerne auf der Pössl Homepage nachlesen.
Zusätzlich zu der Serienausstattung haben wir noch ein wenig Sonderausstattung mit an Bord:
- ALL-IN PAKET: (ESP, ABS, ASR, Hillholder, 90 l Dieseltank, vollwertiges Ersatzrad, Klimaanlage Fahrerhaus manuell, Beifahrerairbag, Spiegel elektr. verstell-, und beheizbar, Beifahrersitz höhenverstellbar, Sitzbezüge Fahrerhaus wie Wohnraum (nicht P2Relax), Fahrerhausverdunkelung Remis komplett, Instrumententafel mit Chromringen, Ladebooster 25A)
- Klimaautomatik
- Lederlenkrad
- Radiovorbereitung inkl. Lautsprechern
- Tagfahrlicht – LED
- Tempomat
- Traction+
- Bettverbreiterung 3. Schlafplatz quer
- Bordbatterie zusätzlich 95 Ah
- Zusätzlicher Steckdosensatz 230V / 12V
- Truma Bedienteil CP Plus
- Heckfenster in den Türen mit Rollos
- Schließhilfe Softlock für seitliche Schiebetür
- Trittstufe Omnistep Slide Out
- Sanitärpaket Summit (Papierrollenhalter, Kleiderhaken, Spiegel 2-fach beleuchtet)
Highlights - Was uns besonders gefällt
Der Summit 640 ist nahe an dem für uns perfekten Reisemobil dran. Und auch hier gibt es wieder viele Punkte, die uns besonders gefallen und hervor stechen.
KEIN Panoramadach
Die Ausstattungslinie Prime enthält unter anderem bei dem Summit 640 ein Panoramadach oder auch SkyRoof genannt. Für uns ist der Innenraum jedoch hell genug. Das Panoramadach hätte wertvollen Stauraum verdrängt. Durch das Staufach sind alle Jacken und Decken immer gut verstaut und griffbereit.
Die Nasszelle - das Schwenkbad
Unser persönliches Highlight ist das Badkonzept. Das war tatsächlich auch der Hauptgrund für dieses Fahrzeug. Das Schwenkbad ist easy zu bedienen, man hat viel Platz zum Duschen und keinen Vorhang der an einem klebt oder müffelt.
Das große Bett
Uns persönlich wäre für eine längere Reisezeit das Querbett zu klein. Die etwas optimistischen Längenangaben der Hersteller für die Bettgröße sind in der Realität dann leider doch etwas kleiner 🙂 Wir haben uns für ein Längsbett entschieden, dass mit 2 Polstern in eine richtige Liegewiese verwandelt wird. Eindeutig Top!
Durchgang Fahrerhaus/Wohnraum
Wir hatten zuvor in der Wohnkabine keinen Durchgang vom Fahrerhaus zum Wohnraum. Jetzt haben wir diesen und sind begeistert. Man kommt fix nach vorne (Thema: Sicherheit), der Wohnraum wird mit geheizt und der Raum wirkt einfach um einiges größer!
Gemütlich im Bett lesen zu können
In der Wohnkabine hatten wir im Alkoven nicht genügend Höhe, um sitzend im Bett lesen zu können. Es hatte uns aber bisher nicht gestört. Jetzt haben wir genügend Höhe. Gemütlich aufrecht im Bett lesen zu können – Top!
Viel Platz - „2 Zimmer Wohnung“
Durch den vielen Platz können wir den Van wie eine 2-Zimmer Wohnung nutzen. Durch die Nasszelle hat man eine kleine Trennung, aber trotzdem keine Raum-Enge.
Schiebetür mit Softlock
Durch die große Schiebetür ist es für uns eigentlich nicht mehr nötig, draußen zu kochen. Man ist direkt im Geschehen und hat viel Frischluft. Durch den Softlock (automatisches Zuziehen der Schiebetür) stört man niemanden durch das Zuknallen der Schiebetür – sie schließt leise und smooth.
Große Heckgarage - individueller Ausbau
Der Summit 640 hat eine wahnsinnig große Heckgarage. (L:120 cm / B: 120 cm / H: 68 cm)
Hier kann man alles individuell gestalten und für sich passend herrichten. Für uns die eindeutig bessere Wahl, als alles in vorgegebene Schränke verstauen zu müssen.
Den Artikel zum Auszug findest Du hier.
Was ändern wir noch am Van?
Der Summit 640 bringt fast alles mit, was wir benötigen. Doch ein paar Dinge fehlen uns dann doch.
1. Ausbau in der Heckgarage
Der Summit 640 bringt eine riesige Fläche in der Heckgarage mit. Hier werden wir noch einen Ausbau mit Schwerlastauszügen und Boxen integrieren. Ordnung muss sein 🙂
Update: Der Auszug ist fertig eingebaut. Den Artikel dazu findest du hier.
2. Höherlegung inkl. Luftfahrwerk hinten
Aufgrund des langen Radstand, der großen Überhänge und der geringen Verschränkung ist der Ducato kein Offroadfahrzeug. Da wir aber doch ein wenig „anspruchsvolle“ Pisten fahren werden, wird er höher gelegt und hinten mit einer Luftfederung ausgestattet.
Update: Unser Fahrzeug ist höher 🙂 den Artikel dazu findest du hier.
3. 18 Zoll Felgen mit AT Bereifung
Die Originalbereifung kommt runter und wird durch 18 Zoll Felgen sowie AT Bereifung ersetzt. Wir wollen ja schließlich auch mal in einer leicht nassen Wiese anfahren können 🙂
Update: Die 18 Zoll Felgen sind montiert. Den Artikel dazu findest du hier.
4. Solar auf’s Dach
Wir hatten bisher auf unserer Wohnkabine in Summe 200 Wp Solarpanele sowie 120 Ah Batteriekapazität (Gelbatterien) und sind damit ganz gut klar gekommen. Wir hatten sehr selten den Fall, dass wir aufgrund leerer Batterien weiter fahren mussten. Das war aber immer nur der Fall, falls wir beide viel an den Laptops saßen und es längere Zeit stark bewölkt oder geregnet hat.
Wir werden in Summe 300 Wp Solarpanele nachrüsten. Genügend Batteriekapazität sollten wir erstmal haben. Durch die beiden AGM Batterien haben wir in Summet 190 Ah Kapazität.
Falls uns das auf unseren Touren nicht ausreichen sollte oder die Kapazität aufgrund der vielen Lade- und Entladevorgänge im Keller ist, rüsten wir auf Lithium Technik um.
5. Wechselrichter
230V auch beim Frei-Stehen darf natürlich nicht fehlen 🙂 Wir haben einige Netzteile, die nur mit 230V funktionieren. Hier werden wir einen Sinus-Wechselrichter mit voraussichtlich 350W nachrüsten.
Update: Der Wechselrichter ist fertig eingebaut. Den Artikel dazu findest du hier.
6. Mono Control CS
Du hast keine Lust auf das permanente Zudrehen der Gasflaschen vor Fahrtantritt oder Du möchtest während der Fahrt heizen?
Durch den integrierten Crashsensor kann das alles sicher während der Fahrt gemacht werden. Der Mono Control CS verhindert, dass z.B. bei einem Unfall Gas Austritt.
7. Einparkhilfe hinten / Rückfahrkamera
Das hat unser Auto leider nicht serienmäßig. Durch die Länge und der schlechten Übersicht ist eine Einparkhilfe für uns unabdingbar – wir haben keine Lust, unnötige Dellen zu verursachen oder Personen zu gefährden. Falls eine reine Einparkhilfe nicht reichen sollte, rüsten wir noch eine Rückfahrkamera nach.
8. Airlineschienen an den Hecktüren
Befestigungen für z.B. unsere Sandbleche, die Außenküche oder die Wassersäcke fehlen leider. Befestigungen dafür können an den Airlineschienen ganz easy umgesetzt werden.
9. Gaswarner
Ein wichtiges Thema und nicht zu unterschätzen ist ein Gaswarner. Wir werden einen Kombimelder nachrüsten, der alle gängigen Gasarten (Butan, Propan, Narkose- oder K.O.-Gas) sowie Kohlenmonoxid erkennt und entsprechend warnt.
Update: Der Gaswarner ist installiert. Den Artikel dazu findest du hier.
10. SOG System / Trockentrenntoilette
Das langfristige Ziel ist natürlich eine Trockentrenntoilette. Mit allen anderen Arten der Toilette ist man nicht komplett autark.
Für unsere nächsten Reisen reicht uns unsere Kassettentoilette erst einmal aus. Wir rüsten für den besseren Geruch ein SOG-System nach.
Update: Den Artikel zum SOG-System findest du hier.
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Was gefällt Dir gut oder was fehlt Dir? Welches Reisemobil hast Du und warum liebst Du es? Schreib uns gerne Deine Meinung dazu.
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