Unsere lange Reise führte uns durch Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko. Wir haben viele Fragen zu unserer Reiseplanung gestellt bekommen und wie wir diese doch recht große Aufgabe der Reise Planung angegangen sind. Hatten wir überhaupt einen Reise Plan? Wussten wir für jeden Tag was wir uns anschauen wollen oder wo wir übernachten werden? Wie frei oder verplant waren unsere Tage?

In diesem Beitrag beleuchten wir unser Vorgehen für die grobe Reiseplanung sowie die Feinplanung der jeweiligen Tage während der Reise.

Wie planen wir unsere Reisen und wie sieht die Feinplanung der jeweiligen Tage während der Reise aus. Wir stellen Dir in diesem Video unsere Tools und Hilfsmittel vor, zeigen Dir einen exemplarischen Reisetag und noch vieles mehr.

Recherche

An erster Stelle steht wie so oft im Leben die Recherche Arbeit. Diese macht mir am meisten Spaß – frisst aber auch viel Zeit, wenn man nicht fokussiert an diese Aufgabe herangeht. Okay, also bringen wir mal ein bisschen Struktur in diese Aufgabe!

Was ist mein Ziel?

Stell dir die Frage: Was ist mein Ziel? Also möchtest du einen aktiven Urlaub gestalten – sprich viel wandern, klettern oder Rad fahren? Oder lieber einen entspannten Urlaub – relaxen, ausschlafen, sonnen, lesen? Oder doch lieber einen Roadtrip durch eine bestimmte Region/Land? Wolltest du schon immer mal einen Urlaub mit einem bestimmten Thema machen – Schlösser und Burgen oder Kirchen und Museen?
Dann fokussiere dich bei der Recherche nur auf dein gewähltes Thema.

Einreisebestimmungen, Geld, Auslandsreisekrankenversicherung ...

Wir informieren uns vor jeder Reise auf der Seite des Auswärtigen Amt und prüfen die Gültigkeit von Personalausweis, Pass und Impfausweis. Wir überprüfen den Schutz der privaten Auslandskrankenversicherung für das jeweilige Reiseland. Um das Thema Geld abheben oder bezahlen im Ausland müssen wir uns keine Gedanken machen, denn wir haben ein Konto bei der DKB. Den Artikel verlinken wir dir hier.

Reiseführer

Ich bin ein Fan von Reiseführern! Ja, die aus Papier zum Nachschlagen, reinschreiben, einknicken und mit Post It´s versehen. Ich habe für Portugal einen E-Book Reiseführer gekauft, denn Du wirst später lesen, dass die gesamte Reiseplanung digital bei uns geschieht und dies dann doch super ist, wenn auch der Reiseführer digital ist – dachte ich!
Für Marokko haben wir uns im Vorfeld der Reise schon einen physischen Reiseführer * gekauft und somit hatte ich einen Vergleich bei der Handhabung zwischen dem digitalen und dem physischen Reiseführer. Mein Fazit: Ich persönlich liebe es den Reiseführer in der Hand zu halten, zu blättern, einzuknicken – sprich ihn zu benutzen. Das ist Geschmackssache und sehr individuell. Vielleicht probierst Du beides mal aus und findest dabei heraus, dass dir die Planung mit einem digitalen Reiseführer total liegt und dir die Vorbereitung noch einfacher von der Hand geht.

Reiseblogs

Neben dem klassischen Reiseführer stöbere ich auch sehr gerne auf Reiseblogs und erhoffe mir über diese Quellen ein paar besondere Highlights vom entsprechenden Land herauspicken zu können, welche vielleicht dann nicht ganz so überlaufen sind. Mein Tipp: Einfach über die Google Suche das Ziel und „Blog“ eingeben, dann findest du bestimmt den ein oder anderen interessanten Artikel. Damit ich mich in der Informationsflut nicht verliere, stelle ich mir einen Timer im Handy auf 1 Stunde und mit diesem Zeitlimit suche und recherchiere ich viel fokussierter und verliere mich nicht in der Ablenkung.

Social Media

Ein weiterer Recherche Ort ist für mich Social Media! Die meisten Länder haben einen Instagram oder Facebook Auftritt und posten oft tolle Orte. Ein konkretes Beispiel: Der Instagram Auftritt von „feelslovenia“ ist für mich pure Inspiration und entdecken von tollen Orten in Slovenien. Hier habe ich mir schon ganz viele Anregungen für unsere Reise nach Slovenien herausgezogen.

Mein Tipp: Wenn du auf den sozialen Netzwerken unterwegs bist, dann suche einfach mal dein nächstes Reiseziel und lass dich inspirieren!
Grit

Planung

Recherche und Planung gehen ineinander über, denn sobald ich etwas Interessantes entdeckt habe bei der Recherche übertrage ich das direkt in meine vorher angelegte Google MyMaps Karte.

Planungstools

Du fragst dich:
Was ist eine Google MyMaps Karte?

-> Du legst über dein Google Konto eine eigene Google
MyMaps Karte an. Diese fungiert dann als dein selbsterstellter persönlicher Reiseführer, in den Du deine recherchierten Orte/Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten eintragen kannst und die Du von überall aus aufrufen kannst (auch offline).

Was soll alles eingetragen werden?

Wir haben uns angewöhnt schon im Vorfeld bei der Recherche möglichst nur Orte/Schlafplätze/Aktivitäten/Natur/Sehenswürdigkeiten herauszupicken, welche uns direkt ansprechen und auch nur diese werden in die Karte eingetragen. Warum?
Du wirst sonst verrückt! Deine Reisezeit ist meistens begrenzt und in dieser wertvollen Zeit lohnt es sich, nur Dinge zu unternehmen, die du wirklich machen willst und interessant findest – egal ob deine Freunde, die Kollegen, die Familie dir gutgemeinte Ratschläge zu Sehenswürdigkeiten geben, die du UNBEDINGT sehen musst! Denk immer daran: Dein Urlaub = Deine Zeit!

Kategorien

Wir haben unsere selbsterstellte Karte zur besseren Übersicht in Kategorien eingeteilt:

  • Schlafplatz
  • Essen
  • Sehenswürdigkeit
  • Orte
  • Aktivitäten
  • Natur

Das Thema Zeit

Eine Reise soll Spaß machen und dich nicht stressen. Was spricht dagegen, nochmal in die Region/in das Land zu reisen wenn es dir gut gefallen hat und Du nicht alles erleben konntest? Wir setzen uns oft selbst unter Druck und vergessen, dass das nächste Jahr oder der nächste Urlaub ganz bestimmt kommt. Warum alles in einen Urlaub/ in eine Reise packen?

Route und „Must-see“ Plätze

Gut, Du hast deine Recherche Arbeit beendet und deine eigene Karte ist gut gefüllt? Nun, wo fängst du an und wie ist deine Route? Unser Vorgehen: Wir schauen, was sind unsere „Must-see“ Plätze und anhand dieser Punkte ergibt sich ganz automatisch eine grobe Route.
Natürlich behalten wir während der Reise auch die anderen eingetragenen sehenswerten Orte im Auge. Wenn wir an einem als sehenswert eingetragenen Ort, der auf unserer Route liegt vorbeifahren, dann entscheiden wir spontan, ob wir diesen Ort besuchen.

Schlafplätze

Kennst Du schon unseren Beitrag zum Thema Stellplatz Suche? 

Den 1. Reisetag planen

Damit der erste Tag auf Reisen gut vorbereitet ist und Du entspannt starten kannst, würden wir empfehlen, diesen Tag vor Reisebeginn durchzuplanen. Das heißt, die Tages-Route festlegen, einen schönen Platz für das Frühstück auf der Route heraussuchen, eventuell schon das erste „Must-see“ in den Tag einplanen – dort vielleicht auch die Mittagspause integrieren. Den Schlafplatz für die erste Nacht heraussuchen und in die Route mit einplanen. Das Mittagessen am Tag vorher schon teilweise vorbereiten und in den Kühlschrank stellen. Das Rezept und die passenden Zutaten für das erste Abendessen heraussuchen und einpacken.

Wann starten wir unsere Vorbereitungen?

1 – 3 Tage vor Reisestart machen wir den Camper startklar!
Wir stellen dir in einem separaten Artikel die Vorbereitung unseres Campers ausführlich vor.

Packliste

Das meiste Zubehör lassen wir immer im Camper. Die Ausstattung, die wir immer im Camper dabei haben, findest du in unserem Beitrag „Unsere komplette Camper Ausstattung„. Dort findest du auch eine Checkliste zum ausdrucken und abhaken.
Unsere persönlichen Dinge = Hygiene, Kleidung, Vorräte, Elektronik richten wir für den Abreisetag vor und räumen diese Sachen morgens am Abreisetag an ihren vorgesehenen Platz im Camper. Abfahrt 🙂

Unsere tägliche Reiseplanung

Brechen wir diese Vorgehensweise der Planung mal herunter auf den einzelnen Reisetag.

Die Basis

Wir stellen uns immer folgende Fragen:

  • Worauf haben wir heute Lust?
  • Welche Aktivität möchten wir heute mit in den Tag einbauen?
  • Wird es ein reiner Fahrtag?
  • Was muss heute noch erledigt werden? Einkaufen, Wäsche waschen, Wasser auffüllen …

Alles klar? Dann gehts an die Planung!

Unsere Tools

Wir nutzen auch für die Tagesplanung:

  • Google Maps
  • park4night
  • HappyCow
  • unsere Navigationsapp mit offline Karten
  • und natürlich die selbsterstellte Google MyMaps Karte

Wir planen unseren Reisetag meist morgens vor dem Frühstück. Wir sind Frühaufsteher 🙂 und beginnen unseren Tag meistens zwischen 5:00 und 6:00 Uhr morgens (auch auf Reisen oder im Urlaub), deshalb erledigen wir die Planung morgens. Du schläfst gern länger? Dann plane lieber am Abend den nächsten Tag, dann kannst du ganz entspannt aufstehen und weißt schon genau was dein Tag für dich bereit hält.

Anhand der selbsterstellten Google MyMaps Karte überlegen wir, was wir anschauen oder in welche Richtung wir fahren wollen und die Navigationsapp wird dann mit diesen Eckdaten gefüllt. Leider können wir dir für die Autonavigation noch keine Empfehlung geben – wir sind mit unseren bisher getesteten Apps/oder Programmen noch nicht zufrieden. Kannst du uns eine gute App mit der Funktion der offline Karten empfehlen?

Je nach Route schauen wir manchmal auch auf der HappyCow App vorbei und suchen nach vegetarischen/veganen Restaurants für eine leckere Mittagspause. Für die Schlafplatz Suche befragen wir die park4night App und parallel Google Maps. Wir suchen anhand der Route 2-3 passende Schlafplätze heraus, damit wir am Nachmittag ganz entspannt die Plätze anfahren können und dann entscheiden, wo wir über die Nacht bleiben.

Die Realität auf Reisen

… sieht an einigen Tagen anders aus!

Morgens bei der Planung sind wir total motiviert und freuen uns auf den vor uns liegenden Tag mit dem Besuch einer Sehenswürdigkeit oder auf die geplante Wanderung.

Wir fahren los: Das Aufbrechen vom Schlafplatz dauert ewig, die „Straße“ die das Navi uns vorschlägt ist in Wirklichkeit ein Feldweg/voller Baustellen/…., das Wäsche waschen dauert länger ,da wir auf eine freie Maschine warten müssen, und so weiter! Du hattest sicher auch schon solche Reisetage oder? Wir lassen uns durch solche Tage nicht überwältigen, denn:

  • Ein zu voller Tag stresst und überfordert – Besser ausreichend Pausen und Puffer in den Tag einplanen = eine Reise soll ja Spaß machen und entspannen 🙂
  • Wir legen schon bei der Reiseplanung unsere „Must-see Plätze“ fest = Alles andere ist „nice to see“!
  • Spontan sein! Der Alltag ist meistens schon so durchgetaktet und verplant, dass es im Urlaub vielleicht auch mal ein lückenhafter Plan sein darf?
  • Wir planen meistens nur eine Sehenswürdigkeit oder Aktivität in unseren Tag ein = Unser Gedanke: Lieber entspannt, interessiert und aufnahmefähig einen Ort besuchen und genießen und sich auf den nächsten Urlaub und auf weitere tolle Orte freuen.

Möchtest du uns deine Methodik und Vorgehensweise für die Reiseplanung vorstellen?

Dann lass uns gerne an deinen Erfahrungen rundum die Reiseplanung teilhaben. Wir freuen uns sehr über deine Nachricht und deine Ideen.

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