Reise Monatsrückblick Juni 2020

Im Juni 2020 sind wir endlich wieder für drei Wochen auf Reisen gegangen.
Denn ab dem 01. Juni 2020 war die Anreise durch Österreich und die Einreise nach Slowenien ohne 2-wöchige Quarantäne möglich. Diese Chance konnten wir uns nicht entgehen lassen und sind direkt losgefahren

Wir nehmen dich nun im Reise Monatsrückblick Juni 2020 mit in ein oft unterschätztes Land namens Slowenien.

Der Monat in Zahlen - Juni 2020

  • Gefahrene Kilometer:  circa 2.363 km
  • Roadtrip Länder: 1 – Slowenien 
  • Regentage: 8 
  • Campingplätze: 3 –  Camp Špik, Gozd Martuljek (***); Camp Zlatorog Bohinj,  Bohinjsko jezero; 
    Camping Bled (*****)
  • Besuchte Städte und Sehenswürdigkeiten: Fahrt durch den Karawankentunnel;
    die Skischanzen von Planica; Wandern im Nationalpark Triglav; Fahrt über den Gebirgspass Vršič;
    die Natur im Soča Tal; viele viele Wasserfälle und Seen – speziell der Bleder See; Besuch eins der schönsten alpenländischen Gletschertäler in Europa: dem Logarska – Tal;
    Schlendern durch Ljubljana und Maribor und die älteste Stadt Sloweniens – Ptuj besichtigt;
    die größte Burgruine Sloweniens in Celje aufgesucht; am Bierbrunnen in Žalec Bier gezapft,
    die mystische Stimmung der Höhlenburg Predjama genossen und das mediterrane Flair des Küstenstädtchen Piran aufgesaugt 

Das Schönste, was wir erlebt haben

Darauf gibt es diesen Monat nur eine Antwort: REISEN!

Die Freude war grenzenlos, als wir die Information bekamen, dass die Einreise nach Slowenien ab dem 1.6.20 ohne Quarantäne und Co. wieder möglich ist. Für uns war sofort klar: Wir wollen diese Chance direkt nutzen und sind für 3 Wochen in das doch so nahe Slowenien gereist. 
Das Glücks- und Freiheitsgefühl, dass sich ab dem ersten Tag auf Reisen wieder einstellte war enorm. Nach Wochen in Isolation und eingeschränkter Freiheit schätzen wir die Möglichkeit zu Reisen noch mehr und nutzen jede wertvolle Reise-Minute.

Das Verrückteste, was wir erlebt haben

Fluch und Segen: Keine Touristen weit und breit!

Wir haben uns bei der Planung der Reise natürlich vorab ein paar Sehenswürdigkeiten, Routen und Fotospots herausgesucht, die nicht so touristisch überlaufen sind. Warum? Wir dachten, dass sobald die Grenzen wieder geöffnet sind, viele Menschen die Reiselust packt und die Chance nutzen raus aus Deutschland zu kommen und die Nachbarländer zu erkunden. Doch Pustekuchen …!
Wir haben tatsächlich bis Mitte Juni äußerst selten andere Nationen angetroffen. Auf der einen Seite war das sicherlich ein sehr stressfreier und ruhiger Urlaub, doch auf der anderen Seite machen wir uns schon Gedanken, wenn Sehenswürdigkeiten, Museen, Restaurants, Cafes, Bootsverleihe usw. völlig verwaist sind. Viele Slowenen leben wie so viele Menschen vom Tourismus und es zeigt sich trotz offener Grenze eine nur schleppend anlaufende wirtschaftliche Erholung in der Tourismusbranche. 

Wir hoffen sehr und drücken Slowenien die Daumen, dass der Tourismus wieder zügig in Fahrt kommt und möglichst viele Menschen dieses wunderschöne Land kennenlernen wollen.

Das Beste, was wir gegessen haben

Für Vegetarier ist die ursprüngliche slowenische Küche nur bedingt geeignet, da es wie in Deutschland sehr fleischlastige „Hausmannskost“ gibt. Doch auch in Slowenien tut sich viel in Sachen fleischlose Küche – speziell in den größeren Städten wie Ljubljana und Maribor. Es wird viel Wert auf regionale und saisonale Küche gelegt und jede Region hat seine eigenen Spezialitäten zu bieten.
Auf dem offiziellen slowenischen Tourismus-Informationsportal:I feel Slovenia findest du einen tollen Artikel über die Vielfalt der slowenischen Küche.

Wir haben uns durch die süßen Backwaren von Slowenien geschlemmt und zählen mal die leckersten Süßigkeiten auf:
Bleder Cremeschnitte = zwei bis drei mit Creme gefüllte Blätterteigschichten und mit Puderzucker bestäubt
Potica = eine Nussrolle und ein slowenischer Feiertagskuchen
Prekmurska Gibanica = zwei Teige und vier Füllungen werden zu acht Schichten gestapelt!

Die sehenswerteste Sehenswürdigkeit, die wir gesehen haben

Das ist immer der schwierigste Part im ganzen Reiserückblick! Denn auch Slowenien geizt nicht mit Naturschauspielen, historischen Stätten und einzigartigen Landschaften.

Wir verbinden Slowenien nach unserer Reise mit dem Element Wasser. Warum?
Die schier unendliche Anzahl an Wasserfällen, das smaragdgrüne Wasser der vielen Flüsse und dazu die klaren Seen sind ein herausragendes Merkmal von Slowenien. Obwohl wir sehr viele Wasserfälle besucht haben, konnten wir uns trotzdem nicht satt sehen an der Vielfalt der Natur. 

Der sehenswerteste Wasserfall ist der wasserreichste und mächtigste Wasserfall Boka mit einer Gesamthöhe von 144 m und einer Breite von 18 m, denn dieser gehört zu den prächtigsten Wasserfällen in Europa.

Der sehenswerteste und schönste Fluss ist für uns die Soča mit ihrer blaugrünen Farbe. Das Soča Tal ermöglicht die ganze Bandbreite an denkbaren sportlichen Aktivitäten: Kajak- und Kanufahren, Raftingtouren, Wandern, Canyoning, Fahrradtouren …

Vergessen wir den Bleder See nicht in dieser Aufzählung! Der Alpensee mit Sloweniens einziger Insel lädt zum Entspannen ein. Nach einem Tag am türkis schimmernden klaren Wasser und einem 6km langen Spaziergang  um den See mit anschließendem Genuss der Bleder Cremeschnitte war Urlaub pur.

Der wundervollste Schlafplatz

In Slowenien werden freistehende Camper stark kontrolliert und auf die zahlreichen Stell- und Campingplätze verwiesen. Somit standen wir in den knapp 3 Wochen überwiegend auf offiziellen Plätzen. Wie ihr bestimmt inzwischen wisst, sind wir auf Reisen ziemlich menschenscheu und vermeiden überfüllte laute Plätze. Diese Kombination klappt auf Stell- und Campingplätzen erfahrungsgemäß meistens nicht gut! 

Zwei Stellplätze können wir trotzdem ohne Einschränkung (im Sommer) empfehlen:
Der erste kostenpflichtige Stellplatz (N 46°28’40“, E 13°43’30“) befindet sich in Planica direkt vor den Skischanzen und inmitten eines Wandergebietes. Hier haben wir für 24h 12€ bezahlt. 
Der zweite kostenfreie Stellplatz (N 46°21’23“, E 14°55’56“) liegt am Fuß der längsten Seilbahn Sloweniens mit zahlreichen Wandermöglichkeiten. 

Reise Highlights

Highlight Nr. 1

Wasserfälle
Sloweniens Wasserreichtum zeigt sich in vielen, vielen Wasserfällen. Für die Besichtigung einiger Wasserfälle wurde eine umfassende, gepflegte Infrastruktur geschaffen. Die Wanderwege zu den Fällen sind sehr gut beschildert und werden allem Anschein nach wirklich gut in Schuss gehalten. Für einige (touristische) Wasserfälle wird aufgrund der zu pflegenden Infrastruktur eine Nutzungsgebühr im Laufe der Wanderung fällig. Uns sind trotz der vielen gesehenen Wasserfälle zwei kostenfreie Wasserfälle im Gedächtnis geblieben:

1.
Der magische, in einer Halbhöhle tosende Kozjak Wasserfall 
Parken: kostenpflichtiger Parkplatz hinter der Napoleonbrücke (GPS: 46°14’57.7″N 13°35’15.2″E)

2. Der wasserreichste und majestätische Wasserfall Boka
Parken: Parkplatz beim Hotel Boka (GPS: 46°18’56.8″N 13°29’40.0″E)

Highlight Nr. 2

Wir haben während der letzten Monate das Wandern für uns entdeckt und können nicht verstehen, warum wir das erst jetzt lieben gelernt haben. Vielleicht lag es an der vielen Zeit zu zweit in bekannter Umgebung! 🙂 Passend zu unserer neuen Leidenschaft bietet Slowenien Unmengen an Wanderwegen, Klettersteige und Trailrunning Möglichkeiten
Speziell im Triglav Nationalpark ist die Auswahl gigantisch und in 3 Wochen unmöglich zu schaffen! Die Wege sind gut gepflegt und ausreichend beschildert – für uns ganz wichtig, denn wir verlaufen uns gelegentlich 🙂 

Reise Aha-Moment

Wie formulieren wir es politisch korrekt?! Die 3 Wochen in Slowenien haben uns das ewig präsente Thema, welches uns alle nun schon über Monate begleitet völlig vergessen lassen. Auf der einen Seite, weil in Slowenien der Alltag, sprich: Einkaufen, Essen gehen usw. ohne Mund-und Nasenschutz abläuft und auf der anderen Seite die grandiose Natur uns sehr abgelenkt hat und der Kopf mit schönen Bildern gefüllt ist, unsere Nasen voller Berg- und Wiesenduft  und unsere Ohren die Stille genossen haben. 
Abschalten und wieder in die eigene „Blase“ eintauchen – ohne Nachrichten und Co.! Herrlich.

Juni auf dem Blog

Der beliebteste Blogbeitrag im Juni

Schwerlastauszug für die Heckgarage

Ist ein Schwerlastauszug sinnvoll? Wir zeigen Dir, welche Arten von Stausystemen es gibt, was man bei der Planung beachten sollte und was wir für ein System nutzen.

Juni in den sozialen Medien

Was ist in den sozialen Netzwerken bei uns passiert? Hier im Reise Monatsrückblick Juni 2020 zeigen wir dir, welcher Beitrag im Juni der beliebteste Post auf Facebook und Instagram war. Welches Video wurde besonders oft geschaut? Wir haben sie dir unten verlinkt – klick einfach auf das jeweilige Symbol.

Ausgaben im Juni

  • Tanken, Maut, Auto: 483,98 €
  • Lebensmittel: 428,64 €
  • Wasser, Strom,Gas: 28,48 €
  • Restaurant und Ausgehen: 300,50
  • Fixkosten, Versicherungen, Sparen: 802,51 €

Erfolgsmoment

Wir haben im Monat Juni 3.800  Abonnenten auf YouTube erreicht, unseren Blog besuchen täglich im Durchschnitt über 100 Camping begeisterte Menschen und wir wagen den Schritt in die Selbständigkeit.  

Geplant für Juli

Für Juli 2020 sind viele interessante Themen auf YouTube und auf 321off.com geplant: Zum Beispiel setzen wir uns mit dem Mythos des richtigen Reifendrucks auseinander; Bereiten das Thema 18 Zoll Bereifung auf und konzentrieren uns auf das Thema der Zusatzluftfederung an der Hinterachse.

In den Van bauen wir im Juli ein Sog-System für die Chemietoilette ein und begleiten den Selbsteinbau mit der Kamera und wir verbauen endlich einen Gasmelder

Was haben wir in unserem letzten Monat auf Europareise erlebt? Wo haben wir geschlafen? Was war sehenswürdig? Hier findest Du den Reise Monatsrückblick Februar

Update zu unserer Langzeitreise

Werden wir denn jetzt wieder für längere Zeit auf Reisen gehen?

Wir lieben das Reisen und sind am liebsten mit dem Camper unterwegs – doch wir haben auf unserer längeren Europa Reise (knapp 8 Monate) auch schnell gelernt, dass man nicht seinen Job kündigen oder Vollzeitreisender werden muss, um reisen zu können!

Denn Beides – Job kündigen + Vollzeitreisender ist für viele Menschen ein unrealistisches Ziel und für die meisten auch nicht wirklich erstrebenswert. Und das ist auch völlig in Ordnung!

Wir dachten uns, nachdem uns klar geworden ist, dass auch wir nicht die typischen Vollzeitreisenden sind, dass wir Dir mithilfe der Rubrik „Reisen für den Alltag“ auf 321off.com ein paar Alternativen nennen können, indem wir dir aufzeigen wie du Reisen und Mini-Urlaube ganz einfach in dein jetziges Leben integrierst.

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